Film: Malaria
Montag, 14. September 2026, 19 Uhr
Müll. Kino. Gesellschaft.
MALARIA
(Österreich, 1982)
Zeitreise ins Wien der frühen 1980er-Jahre: Im legendären Café Malaria trifft No-Future auf New Wave!
Wir bringen ein absolutes Kult-Highlight des österreichischen Kinos zurück auf die große Leinwand (also auf die größte Leinwand die wir im CAC auftreiben können jedenfalls): Das Erstlingswerk des visionären – und viel zu früh verstorbenen – Filmemachers Niki List. Das genial-schrille Regiedebüt gilt als der Meilenstein des österreichischen New-Wave-Films und markierte damals den Beginn einer völlig neuen Ära.
Worum geht‘s?
Der Film spielt in einer Nacht im verrauchten Café Malaria. Hier versammelt sich die bizarre jugendliche „Lost Generation“ Wiens. Eine Schar junger Popper in knalligen Neonfarben, mit toupierten Haaren und Schulterpolstern feiert im substanzinduzierten Liebesrausch das schöne Leben, während linke Aktivisten im Eck über Mao und Wittgenstein politisieren und New Wave Punks, Drogendealer und eine ganze Menge verwirrte Außenseiter kommen und gehen. Im Zentrum mixt die abgebrühte Barfrau Tusnelda bizarre Drinks wie den „Schizo“ oder den „Grünen Koitus“ aus dem Chemiebaukasten.
Ein ironischer, überdrehter und ungemein lässiger Film voller absurdem Witz, untermalt von einem genialen Soundtrack von Bands wie Minisex, Karl Gott, Rosachrom, Ernste Jugend und Viele Bunte Autos.
Malaria? Warum Malaria?
Es geht um die innere Versumpfung! Denn dass in den Sümpfen mehr Leben ist als in der Höhe, das weiß selbst die Biologie.
Regie & Buch: Niki List
Laufzeit: 82 Minuten
Mit: Andreas Vitásek, Christian Schmidt, Sabine Platzer, Geli Brechelmacher u.a.